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Unternehmer, Galerist, Kurator

Seit 1975 kuratierte F.C. Gundlach für viele Galerien und Museen in Hamburg, Berlin und auch international beachtete fotografische Ausstellungen. Anlässlich der Neueröffnung des von ihm konzipierten Hauses der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg zeigte er als erste Ausstellung im April 2005 die Retrospektive des wiederentdeckten ungarischen Fotografen Martin Munkacsi, die anschließend in Berlin, New York, San Francisco, Moskau und Budapest gezeigt wurde. Weitere die Ausstellungen folgten 2011, darunter ‚More Than Fashion’ für das Moscow House of Photography und ‚Vanity’ für die Kunsthalle Wien.

Um die Produktionsbedingungen für Fotografen in Deutschland zu verbessern, gründete er 1967 die Firma CC (Creative Color GmbH), bald darauf das fotografische Dienstleistungsunternehmen PPS. (Professional Photo Service) mit Schwarzweiß- und Farb-Laboren, Equipment-Handel, Mietstudios und Fachbuchhandlung im Hamburger Medienbunker an der Feldstraße. 1975 gründete er die PPS. Galerie F.C. Gundlach, eine der ersten Galerien für Fotografie in Deutschland. Hier präsentierte F.C. Gundlach von 1975 bis 1992 mehr als 100 Ausstellungen u. a. von Irving Penn (1981) und Richard Avedon (1983), von Joel-Peter Witkin (1986) und Robert Mapplethorpe (1981), von Martin Kippenberger (1986, 1988, 1989) und Albert Oehlen (1988), von Bruce Weber (1987) und Sebastio Salgado (1987), von Nan Goldin (1991) und Wolfgang Tillmans (1992).

Seit Beginn der achtziger Jahre konzentrierte sich seine Aufmerksamkeit zunehmend auf das Sammeln fotografischer Werke und die Konzeption fotografischer Ausstellungen. Es entstanden die Ausstellungen ‚Das Medium Fotografie ist berechtigt, Denkanstöße zu geben’ im Hamburger Kunstverein 1989, ‚Berlin en Vogue’ in Kooperation mit der Universität der Künste im Martin-Gropius-Bau 1993, ‚Modebilder, Bildermode / Zeitgeist becomes Form’ für das Institut für Auslandsbeziehungen (Ifa) 1995, ‚Das deutsche Auge’ in den Deichtorhallen Hamburg 1996, ‚Emotions & Relations’ in der Kunsthalle Hamburg 1998, ‚Wohin kein Auge reicht’ in den Deichtorhallen Hamburg 1999, ‚Mode – Körper – Mode’ im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg 2000, ‚The heartbeat of fashion’ 2006 im Haus der Photographie und 2007 im NRW-Forum Düsseldorf.

Nach langjähriger Tätigkeit als Dozent wurde F.C. Gundlach 1988 als Professor an die Hochschule der Künste Berlin berufen. Als Lobbyist für die Fotografie gründete er 1993 den Arbeitskreis Photographie Hamburg e. V. und initiierte 1999 die 1. Triennale der Photographie in Hamburg, die seitdem alle drei Jahre stattfindet.