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Zur großen Dirk Reinartz-Perspektive Dirk Reinartz. Fotografieren, was ist, die in Kooperation mit der Deutschen Fotothek Dresden und der Stiftung F.C. Gundlach für das LVR-LandesMuseum Bonn geschaffen wurde, ist jetzt im STEIDL-Verlag der Katalog zur Ausstellung erschienen. Herausgeber des Katalogs sind Jens Bove, Sebastian Lux und Thorsten Valk. Der Katalog enthält neben den Beiträgen der Herausgeber auch Texte von Adelheid Komenda, Agnes Matthias und Franziska Mecklenburg.
Sie erhalten den 272 Seiten und 262 Abbildungen umfassenden Katalog für 40,00 € direkt beim STEIDL-Verlag, im Buchhandel und an der Kasse des Landesmuseums Bonn. Ein Ansichtsexemplar halten wir auch in der Stiftung bereit.
Eine höchst präzise Bildsprache und klug komponierte Werkserien zeichnen Dirk Reinartz als herausragenden Reportagefotografen und Bildautor aus. Im Vertrauten und geografisch Nahen entwickelte er feinsinnige fotografische Erzählungen: an seinem Wohnort Buxtehude wie in anderen deutschen Städten und Regionen. Genauso treffsicher sind aber auch seine Schilderungen aus aller Welt, entstanden in Japan oder Grönland, als Auftragsarbeiten für den Stern oder als freie, seriell angelegte Arbeiten.
Als konzeptuell arbeitender Fotograf suchte Dirk Reinartz nach Spuren der Vergangenheit im Gegenwärtigen, so etwa in den Publikationen Bismarck. Vom Verrat der Denkmäler (1991) oder Bismarck in America (2000). Zentraler Gegenstand in seiner Beschäftigung mit Deutschland und den Deutschen waren Motive, in denen sich eine deutsche Identität zu erkennen gibt, mit all ihren Widersprüchen und historischen Verankerungen. In totenstill (1994), einer Auseinandersetzung mit den baulichen Überresten nationalsozialistischer Konzentrationslager, fragte er nach der Darstellbarkeit des Schreckens.