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Unsere Objekte des Monats sind historische Schachteln für fotografische Glasnegativplatten und Fotopapiere. Mit ihren kräftigen Farben, ornamentalen Schriftzügen und sorgfältig gestalteten Markenzeichen erinnern sie an eine Zeit, in der selbst die Verpackung fotografischer Materialien mit großem Aufwand gestaltet wurde.

Die Schachteln stammen von verschiedenen Herstellern, darunter Mimosa in Dresden, Kranseder in München, die Eisenberger Trockenplattenfabrik, Agfa in Leverkusen sowie die Leonar-Werke in Hamburg-Wandsbek. Sie enthielten lichtempfindliche Glasplatten und Fotopapiere in unterschiedlichen Formaten und Oberflächen. Gemeinsam veranschaulichen sie die Vielfalt an Produkten und Firmen für analoge Fotomaterialien im 20. Jahrhundert.

Die stabilen, lichtdichten Fotoschachteln wurden nur selten weggeworfen. Fotografinnen und Fotografen verwendeten sie häufig über viele Jahre hinweg zur Aufbewahrung von Negativen, Abzügen und anderen Arbeitsmaterialien. Besonders Glasnegative lagern auch nach Belichtung und Entwicklung oft bis heute darin.
So sind die schönen Schachteln nicht nur Zeugnisse einer vergangenen Produkt- und Gestaltungskultur, als wiederverwendete Behältnisse gehören sie zugleich zur praktischen Arbeit eines Fotoarchivs.